Kommentar: Beim UBA zählt die Meinung mehr als Fakten

Meinung sticht Wissenschaft. Das Papier des Umweltbundesamts (UBA) zu Maßnahmen gegen das Auto und den Verkehr ist ein gutes Beispiel dafür. Deswegen können wir der „Süddeutschen Zeitung“ dankbar sein, dass ihr Autor die internen Vorschläge jetzt an die Öffentlichkeit brachte. Zwei Beispiele reichen, um zu zeigen, dass das Amt einer Meinung hinterherläuft, statt sich wissenschaftlich oder doch zumindest rational mit dem Schutz des Klimas zu befassen.

Zwei Beispiele zeigen, wo der Wunsch der Vater des Gedankens war:

Erstens Elektroautos. Wer den Kohlendioxid-Einsatz eines Elektroautos „von der Wiege bis zur Bahre“ betrachtet und auch die Entstehung der Energie dazurechnet, der kann bei unserem heutigen Kraftwerksmix nicht mit Klimaschutz argumentieren. Der ADAC hat kürzlich ermitteln lassen, wie lange ein Elektroauto der Golf-Klasse fahren muss, um für das Klima einen Vorteil zu erzielen. Im Vergleich zu einem Diesel sind das 260 000 Kilometer. Der Benziner fällt im Vergleich schon nach 150 000 Kilometer ab und das Elektroauto gerät in den positiven Bereich.

Zweitens Dieselmotor: Nicht der Diesel müsste abgestraft werden, sondern der Benziner. Der Vergleich zeigt das überdeutlich.

Wer das Elektroauto wegen des Klimas fordert und fördert, der wird noch lange warten müssen, bis das einen Klimaeffekt haben wird. Das kann erst gelingen, wenn das letzte Kohlekraftwerk in Deutschland steht und die regenerativen Energien deren Geschäft übernommen haben.

Dem Klima wird auch das nur wenig helfen. Andere haben auch Kohlekraftwerke. (ampnet/Sm)


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Peter Schwerdtmann.

Peter Schwerdtmann.

Foto: Auto-Medienportal.Net