Ein Weihnachten der Besinnung

Trotz allen Weihnachtszaubers bieten die besinnlichen Tage die Möglichkeit, zur Besinnung zu kommen, nicht nur im Privaten. In ein paar Tagen beginnt ein neues Jahrzehnt. Auch eine neue Ära? Die Hoffnung bleibt uns, dass die Politiker alle tages- und parteipolitischen und populistischen Aktionen einmal beiseiteschieben, um einen klaren Blick auf die Optionen zu bekommen, die uns bleiben, um den Klimawandel anzuhalten. Die Aussichten sind gut.

Flugzeuge, Schiffe, Eisenbahnen und Autos, die alle zusammen zwischen zehn und zwölf Prozent des Treibhausgases Kohlendioxid emittieren, sind nicht die einzigen, die auf richtungsweisende und zukuftsichere Antworten auf diese Fragen warten:

Wie können wir vom Erdöl als Energiequelle unabhängig werden?
Wie und wann kann unsere Energieversorgung auf nicht fossile, erneuerbare Energien umgestellt werden?
Brauchen wir dazu die Kernenergie?
Wie können wir angesichts eines Fahrzeugbestand von 60 Millionen Fahrzeugen und deren durchschnittlicher Lebensdauer von neun Jahren jetzt schnell für den aktuellen Bestand Kraftstoffe herbeibringen, die sofort klimaneutral einsetzbar sind?
Was geschieht mit den Kraftstoffen für Flugzeuge und Schiffe?

Diese Fragen liegen schon auf dem Tische, seit der Club of Rome „Die Grenzen des Wachstums“ fand und das Waldsterben Mahner, Warner, Turnschuh-Grüne und Demonstrationen auf den Plan brachten – nicht nur am Friday.

Gerade technologisch geprägte Gesellschaften wie die unsere hatten Zeit genug, an einer Strategie gegen den menschengemachten Klimawandel zu arbeiten. Das geschah und geschieht auch: im Stillen an Unis, kleinen Forschungsinseln in großen Unternehmen, Start-ups mit großer Geduld und bei ein paar Idealisten, die nie aufgeben werden. Jetzt bieten sie Antworten an, die Hoffnung wachsen lassen.

Die bekannten autofeindlichen Gruppen im Umwelt Bundesamt (UBA), auf der Ebene der Referenten in allen zuständigen Ministerien, sämtliche Aktivistengruppen, allen voran die Deutschen Umwelthilfe (DUH), haben ein Klima geschaffen, das jetzt im neuen Jahrzehnt überwunden werden wird. An die Stelle der bisherigen Verbote und Grenzwerte für veraltete Technologien wird im neuen Jahrzehnt eine Strategie treten, die an Lösungen arbeitet.

Die sonst so kritischen Medien haben sich lange vom Mainstream mitreißen lassen und sträubten sich gegen eine nach allen Seiten offene Denkweise. Gedankenlos haben sie bisher in den Chor eingestimmt, die Elektromobilität sei die einzig umweltmäßig, gesellschaftlich und technologisch vertretbare Alternative für Auto, Schiff, Flugzeug und Bahn. Doch auch in den Redaktionen bricht das Denkverbot jetzt auf.

Wer sich heute für einen batterieelektrischen Personenwagen entscheidet, der entlastet seine Umgebung zwar nicht vom Feinstaub, aber von Stickoxid, der zeigt seine grüne Gesinnung und in vielen Fällen auch sein kaufmännisches Geschick, wenn er günstig an den Ladestrom kommen kann. Für den einzelnen Käufer kann eine batterieelektrische Limousine und sogar ein SUV sehr sinnvoll sein. Er muss sich allerdings bewusst sein, dass er dem Klima schadet, solange der Strom zu rund 40 Prozent aus Braunkohle gewonnen wird.

Immer mehr drängt sich ins Bewusstsein einiger Politiker und manchmal auch der Medien, dass es für Elektromobilität nicht unbedingt die Batterie braucht. Die Brennstoffzelle ist die bessere Energieversorgung, zumal auf langen Strecken. Aber es geht noch mehr. Inzwischen berichten immer mehr Unis und Unternehmen, was sie aus Wasserstoff alles herstellen können: Kraftstoffe für alle Verkehrsmittel sind auch dabei, so dass der gute alte Verbrennungsmotor in den rund 55 Millionen Fahrzeugen, die 2025 noch im Bestand sein dürften, ebenfalls klimaneutral betrieben werden könnte. Denn alle – oft gar nicht einmal so neue - Verfahren formen Kohlendioxid in Energie um. Nach dem Verbrennen im Motor, im Triebwerk oder im Schiffsdiesel wird genauso viel Kohlendioxid wieder freigesetzt, wie für die Kraftstoffherstellung verwendet wurde.

Das kommende Jahrzehnt wird deswegen ein Wasserstoff-Jahrzehnt werden. Bei dem wir am Ende wegen Wind-, Solar- und einem Rest Atomkraft hoffentlich auf fossile Brennstoffe im Verkehr werden verzichten können.

Es ist wie bei der Mondlandung der Amerikaner. Die wollten das. Und Kosten spielten keine Rolle. Doch die Amerikaner haben es für einen Haufen neuer Technologien und einen Eintrag in die Geschichtsbücher getan. Wir aber können auf die Braunkohle verzichten, werden von Erdölimporten ganz und von Erdgasimporten teilweise unabhängig sein, zeigen, wie wir den Klimawandel anhalten können und damit eine Menge Geld verdienen.

Mit Optimismus im Herzen wünscht Ihnen die Reaktion ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2020. Es gibt wieder Hoffnung. Ideen werden uns weiterbringen, Verbote nicht. So war das schonm immer. (ampnet/Sm)


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Peter Schwerdtmann.

Peter Schwerdtmann.

Foto: Auto-Medienportal.Net