Ausprobiert: Sea Flippy – nur fliegen kann er nicht

Flippy wehrt sich zunächst einmal. Die Papprampe auf der er in der Klarsichtschachtel verkauft wird, ist mit Unmengen von Klebeband am Inneneinschub befestigt. Wenn es im Bereich zweier Laschen eingeschnitten wird, lässt sich das Fahrzeug lösen, hängt aber immer noch an der von allen Seiten verschlossenen Rampe. Nachdem eine Lasche geöffnet ist, tauchen im Innern der Pappe vier Plastikdrehverschlüsse auf. Sie werden um 90 Grad gedreht – und Flippy ist endlich frei.

Schick steht er da, der Wagen mit dicken orangen Reifen, hellblauer Karosserie mit neon-grünen Akzenten und einem ebenfalls orangefarbenen Überrollbügel. Sea Flippy nennt sich die neue RC-Kreation aus dem Hause Carson. Sea? Die Besonderheit des 20 Zentimeter langen, 21 Zentimeter breiten und 14,5 Zentimeter hohen Modells ist seine Wasserfestigkeit. Doch Vorsicht. Seite drei der kleinen Bedienungsanleitung lässt mit „X“-Markierungen an einigen Skizzen vermuten, dass es damit möglicherweise nicht ganz so gut bestellt ist, wie es der Name suggeriert. Aber abwarten.

Während sich auf der Verpackung Fotos von einem Sea Flippy finden, der durch ein kleines Flussbett fährt, erinnert eine andere Abbildung automatisch an die preisgekrönte Erstausgabe des Turnators von Carrera. Auch Flippy soll offenbar herumwirbeln können. Die Frage ist, rotiert er nur um die eigene Achse oder kann er auch Purzelbäume? Letzteres legt der Überrollbügel ja zumindest nahe.

Nachdem der aus einem Fünfer-Pack bestehende Akku via mitgeliefertem USB-Kabel aufgeladen und im Fahrzeug verstaut ist, kann es los gehen. Erst einmal an Land. Gesteuert wird der Sea Flippy wie ein Kettenfahrzeug. Die Räder sind auf beiden Seiten zu jeweils einer Antriebseinheit zusammengefasst. So kann das fröhliche bunte Fahrzeug jede Menge Tänzchen vollführen. Dank der starken Motorleistung sind aber auch Flips (engl. = Umdrehungen) in horizontaler Richtung möglich, etwa ein Wheelie auf der Hinterachse. Bei ausreichend Schwung schlägt der Flippy sogar einen Purzelbaum. Hin und wieder landet er dabei dann aber doch wie ein hilfloser Käfer auf dem Rücken, respektiv dem Überrollbügel. Erstaunlicherweise kann er sich aber durch die Räderrotationen meist selbst wieder freischaukeln und auf die Reifen zurückwippen. Noch besser funktionieren die Saltos, wenn sich der Sea Flippy für den Überschlag an einem Hindernis abstößt. Da erübrigt sich beinahe der Hinweis, dass das RC-Modell natürlich auch über eine gewisse Geländefähigkeit verfügt.

Bereitet der Sea Flippy schon auf festem Untergrund viel Vergnügen, kommt bei ihm als zusätzliche Komponente noch die versprochene Schwimmfähigkeit hinzu. Mit der beiligenden Luftpumpe sollen die Ballonreifen genug Luft für den Auftrieb im Wasser bekommen. Mit Hilfe einer Pappschablone soll verhindert werden, dass die Gummis zu stark aufgepumpt werden.

Und tatsächlich, der Sea Flippy meistert auch das nasse Element. Zwar geht es wegen der schaufelnden Räder etwas gemächlicher zu, aber auch im Wasser lässt sich das kleine Fun-Mobil erstaunlich gut manövrieren. Bei allen Schwimmkünsten, der Sea Flippy sollte weder untergetaucht noch bei Regen gefahren werden. Ansonsten scheint ihm Nässe nicht viel anzuhaben. Gewässer mit Strömung sind natürlich tabu. Wir empfehlen den Dorfteich, den Swimmingpool oder einfach die Badewanne.

Der Sea Flippy ist zu Lande wie zu Wasser ein tolles, abwechslungsreiches Spielzeug mit hohem Spaßpotenzial. Dank Frontscheinwerfern lässt er sich sogar im Dunklen bewegen. Einziger Wermutstropfen: Die Geschwindigkeit lässt sich nicht regulieren. Die beiden Steuerhebel kennen nur Vollgas. Der Preis für das Vergnügen geht wiederum voll in Ordnung: 59,99 Euro. Die Altersempfehlung des Herstellers lautet 8+.

Für uns ist der Sea Flippy ein klarer Kandidat für die Auszeichnung „Top-10-Spielzeug des Jahres“. (ampnet/jri)


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Bilder zum Artikel

Sea Flippy von Carson.

Sea Flippy von Carson.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson.

Sea Flippy von Carson.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson.

Sea Flippy von Carson.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson.

Sea Flippy von Carson.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson.

Sea Flippy von Carson.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson.

Sea Flippy von Carson.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson.

Sea Flippy von Carson.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson.

Sea Flippy von Carson.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson.

Sea Flippy von Carson.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson.

Sea Flippy von Carson.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson.

Sea Flippy von Carson.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson: Die 360-Grad-Drehung ist noch die leichteste Übung.

Sea Flippy von Carson: Die 360-Grad-Drehung ist noch die leichteste Übung.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson: Die 360-Grad-Drehung ist noch die leichteste Übung.

Sea Flippy von Carson: Die 360-Grad-Drehung ist noch die leichteste Übung.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson.

Sea Flippy von Carson.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson: Der richtige Reifendruck wird anhand einer Schablone geprüft.

Sea Flippy von Carson: Der richtige Reifendruck wird anhand einer Schablone geprüft.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel


Sea Flippy von Carson.

Sea Flippy von Carson.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Riedel