Wortklauberei (14): Erwischt!

Einige Schlagzeilen von heute geben doch zu denken. Zwar wird der neue Bußgeldkatalog vermutlich erst am 17. September 2021 vom Bundesrat verabschiedet werden, doch die ganz besondere Art der Vorfreude klingt in den Berichten heute schon durch. Und das ganz ohne Gendersprache. Mit Verkehrssünden wollen die Genderaktivisten nichts zu tun haben. Denn die Schlagzeile des Tages lautet in diversen Varianten: Rasern geht es an den Kragen, nicht Raserinnen und Rasern, nicht Raser*innen, auch nicht Raser_innen und auch keinen Diversen, nur Raser.

Ist es bezeichnend, dass in diesem Fall die männliche Form ausreicht, alle schnell Fahrenden zu beschreiben? Der Hinweis, die meisten Zu-Schnell-Fahrer seien eben Männer, ist sicher richtig. Aber auch die meisten Pilot*innen sind Männer. Es ist also wohl doch ein Rückfall in die gewohnten Sprachmuster – und das bei einem Thema, dessen sich dieselbe Gruppe von Sprach-Ideologen sonst auch gern mal annimmt. (ampnet/Sm)



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Peter Schwerdtmann.

Peter Schwerdtmann.

Foto: Auto-Medienportal.Net