Wortklauberei (32): Rolle Rückwärts oder Turbo?

Dies ist die Zeit der großen Worte in einem großen Kampf um die Zukunft des Verbrennungsmotors. Bei manchen ist sogar schon der Basta-Modus erreicht. Zum Beispiel beim Bundesverband eMobilität (BEM), dessen Vorstand Markus Emmert heute einen klaren Kurs für Zukunftssicherheit und Klimaschutz fordert. „Wir sichern den Wohlstand und die Umwelt nur dadurch, dass wir uns den Veränderungen stellen und nicht immer in die alte Welt der fossilen Rohstoffe zurückfallen.“ Recht hat er, nur bei einem Wort nicht. Niemand, der Klimaschutz will, wird fossile Kraftstoffe fordern.

Die Geschichte hat uns gelehrt, dass eine von oben angeordnete Denkrichtung selten lange überlebt hat. Die EU kann noch so oft verordnen, der Elektroantrieb sei emissionsfrei. Er ist es nicht. Er kann also nur einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Masse der rund 1,5 Milliarden Autos weltweit braucht also so schnell wir möglich einen klimaneutralen Kraftstoff, den gleichen, mit dem Lastwagen und Busse, ebenso wie die Schiff- und die Luftfahrt das Klima retten sollen, nur die Personenwagen nicht.

„Die Klimaziele der Bundesregierung erlauben keine Rolle rückwärts, sondern erfordern einen Turbo konzeptionellen Umbaus“, sagte Emmert. Und wieder hat er Recht. Wir müssen jetzt alle Chancen nutzen und den regenerativ gewonnenen Strom so schnell und so umfassend dort einsetzen, wo er dem Klima nutzt und nebenbei unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert. (Peter Schwerdtmann, cen)


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Peter Schwerdtmann.

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Foto: Auto-Medienportal.Net