Vorstellung Opel Astra Sports Tourer: Lademeister aus Rüsselsheim

Vor rund einem Jahr rollte Opel den neuen Astra als Fünftürer auf den Markt, und in diesem Herbst folgt nun das Volumenmodell der Baureihe. Für die Lademeister-Version oder Sports Tourer, wie die Rüsselsheimer ihre Kombis nennen, entschlossen sich in der Vergangenheit rund zwei Drittel der Astra-Kunden.

Mit dem neuen Modell setzt Opel eine lange Tradition fort. Bereits in den fünfziger Jahren kam mit dem Rekord Caravan eine Kombivariante für die Transportbedürfnisse von Handwerkern und Familien auf den Markt, und auch der erste Nachkriegskadett bekam vor fast 60 Jahren als erstes Kompaktmodell überhaupt eine allerdings ziemlich spartanisch ausgestattete Caravan-Version zur Seite gestellt.

Von spartanisch kann heute keine Rede mehr sein. Hochwertige Materialien, Sitze, die in Zusammenarbeit mit der Aktion gesunder Rücken entstanden sind und ein sachliches wie dynamisches Design, das auf jegliche Effekthascherei verzichtet sowie auf Wunsch eine Zwei-Farben-Lackierung lassen den Sports Tourer fast aus seinem Segment herauswachsen.

Mit einer Länge von 4,64 Meter und einem Radstand von 2,73 Meter (plus 5,7 Zentimeter gegenüber dem Fünftürer) fragt sich der Beobachter in der Tat, wo „kompakt“ endet. „Wir wollten mit dem Sports Tourer die größte Ladekapazität im Segment erreichen“, erklärte bei der Vorstellung in Rüsselsheim Entwickler Thomas Overhaus den Zuwachs. Mit einem Volumen von knapp 600 Litern, dass sich bei umgeklappten Sitzen auf bis zu 1634 Liter vergrößert, stehen dem Besuch im schwedischen Möbelhaus oder dem ausgedehnten Familienurlaub in der Tat nichts mehr im Weg. Dank des in der Heckklappe platzierten Kennzeichens ist die Ladekante zudem erfreulich niedrig. Bei den Verbrenner-Modellen lässt sich zudem der Boden auf zwei Höhen justieren.

Der Sports Tourer kommt mit einer vollständigen Modellpalette auf den Markt. Neben den Benziner- und Dieselantrieben, die auch im Fünftürer eingesetzt werden, steht auch ein Plug-in-Hybrid-Antrieb mit 180 PS Systemleistung und einem Drehmoment von 360 Newtonmetern beim freundlichen Opel-Händler. Die elektrische Reichweite, verspricht Opel, liegt bei 60 Kilometern, also genau bei dem Maß, das für die Förderung verlangt wird.

Als Verbrauchswert geben die Rüsselsheimer 1,2 Liter an. Bei einer ersten Ausfahrt rund um Rüsselsheim durch beschauliche Weindörfer, über Landstraßen und wenig Autobahn meldete der Bordcomputer am Ende 1,8 Liter. Beim täglichen Pendeln sind die niedrigen Werte also durchaus erreichbar, doch wenn die Energie der 12,4 kWh starken Batterie aufgebraucht ist, rollt der Sports Tourer zwar als Hybrid weiter, dürfte aber deutlich mehr verbrauchen. Im kommenden Jahr folgt wie beim Fünftürer die vollelektrische Version.

Bis zu B-Säule entspricht das Design dem des Fünftürers, Dahinter entwickelt der Familientransporter seine eigene Form. Dank des verlängerten Randstands erreicht der Sports Tourer großzügige Platzverhältnisse und befördern ihn zu einem angenehmen Reisewagen. Die Abstimmung des Fahrwerks ist ein gelungener Kompromiss aus Komfort und Stabilität. Lediglich kurze Bodenwellen machen sich im Innenraum bemerkbar.

Der günstige Luftwiderstandsbeiwert von 0,276 und die laminierten Scheiben bringen angenehme akustische Verhältnisse in den Innenraum.
Der Mensch hinter dem Lenkrad blickt wie beim Fünftürer auf das sogenannte übersichtliche „Pure Panel-Display“. In den gehobenen Ausstattungsversionen besitzt der Bildschirm einen Magnesium-Rahmen. Klavierlack- und Edelstahloptik in allen Versionen und wertige Materialien bringen durchaus Premium-Atmosphäre in den Lademeister. Die Intelli-Lux-LED-Scheinwerfer mit 168 LED-Elementen wurden von den Marken-Flaggschiffen Insignia und Grandland übernommen. Über den Bildschirm lassen sich alle wichtigen Funktionen steuern, doch daneben blieben Tasten für die Einstellungen von Klima oder Radio, um so die Ablenkung vom Verkehrsgeschehen zu verringern.

Die Preisliste beginnt bei 27.750 Euro für die Variante Elegance mit 1,2-Liter-Motor und 110 PS. Die 130 PS starken Varianten starten bei 29.050 Euro, und die Diesel-Fraktion (1,5 Liter, 130 PS) beginnt bei 32.150 Euro. Der Plug-in-Hybrid schließlich kostet mindestens 39.7540 Euro, was sich allerdings um 7177,50 Euro aus dem Förderprogramm verringert. Die ursprünglich für 23.565 Euro geplante Basisversion ist vorerst angesichts der Probleme in den Lieferketten aus dem Angebot gestrichen. (Walther Wuttke, cen)

Daten Opel Astra Sports Tourer Plug in Hybrid

Länge x Breite x Höhe (m): 4,64 x 2,06 x 1,481
Radstand (m): 2,73
Antrieb: R4-Benziner, 1598 ccm, Plug-in- Hybridantrieb, Frontantrieb, Acht-Stufen-Automatik
Gesamtleistung: 133 kW / 180 PS
Max. Drehmoment: 360 Nm
Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 7,7 Sek.
WLTP-Durchschnittsverbrauch: 1,2-1,1 Liter
Effizienzklasse: Euro 6d
CO2-Emissionen: 27-25 g/km (WLTP)
Leergewicht (EU)/ Zuladung: min. 1717 kg / max. 453 kg
Preis: 39.750 Euro



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Opel Astra Sports Tourer.

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Foto: Autoren-Union Mobilität/Opel


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