Vorstellung Concorde Credo: Einstieg auf hohem Niveau

Carver, Charisma, Centurion – wenn Concorde seine Reisemobil-Palette anrollen lässt, sind die Preise satt sechsstellig und unter 3,5 Tonnen geht gar nichts. Für manch einen Camper stellt sich die Frage, ist das noch naturnahes Camping oder eher ein Schwelgen in Luxus und Überfluss? Wie auch immer, die Nachfrage ist selbst in diesem Spitzensegment ungebrochen, Lieferzeiten und Materialengpässe sind auch hier die Absatzbremsen. Vielleicht setzt die Marke deswegen auf eine Erneuerung der Einsteigerbaureihe Credo und präsentiert auf dem Caravan-Salon Ende des Monats in Düsseldorf vier neue Modelle der Basisserie.

Es klingt eigentümlich, wenn die Credo-Modelle vom Hersteller als kompakte Luxusklasse bezeichnet werden, denn die Fahrzeuge sind mindestens 7,50 Meter lang und gut 2,30 Meter breit. Vier neue Grundrisse erweitern das Angebot auf insgesamt acht Versionen, alle rollen auf dem Fahrgestell des Iveco Daily mit einem 2,3-Liter-Vierzylinderdiesel und 156 PS (115 kW). Darauf baut ein neu konzipierter Doppelboden mit einem stufenfreien Innenraum auf. Fahrzeugtechnik sowie die Ver- und Entsorgungstanks sind im Doppelboden untergebracht, serienmäßig haben Frisch-, Grau- und Schwarzwassertank jeweils 160 Liter Volumen. Auf Wunsch gibt es größere Behälter mit 270 Liter Inhalt für Frischwasser und je 230 Liter für Grauwasser und Fäkalien. Autarkes Reisen steht eben hoch im Kurs. Deshalb hat Concorde auch die Dachaufteilung verändert, so dass dort neben Standklimaanlage und Satellitenschüssel bis zu fünf Solarpanels mit einer Leistung von rund 700 Watt installiert werden können.

Der Fahrerplatz hat Kuschelqualitäten. Der Pilotensitz ist dreh- sowie in der Höhe und Neigung verstellbar, gleiches gilt für den Sessel des Co-Piloten. Für mehr Platz kann das Lenkrad abgenommen werden. Große Busspiegel und Busscheibenwischer verbessern die Sichtverhältnisse, das serienmäßige LED-Tagfahrlicht kann auf Wunsch durch Bi-LED Hauptscheinwerfer und Nebelscheinwerfer mit statischem Kurvenlicht ergänzt werden. Der Iveco Daily hat einen Notbremsassistenten serienmäßig. Das Radarsystem erkennt Hindernisse und greift im Zweifelsfall ein, um schwere Unfälle zu vermeiden.

Ein Wechsel von konkav und konvex gebogenen Möbelfronten prägen die Atmosphäre im Innenraum. Helle Farbtöne für Polster und Möbelkorpus korrespondieren prächtig mit den Ebano-Silver-Furnieren der Klappen und Türen, deren Verschlüsse integriert sind und für glattflächige Formen sorgen. Die auf den ersten Blick einladende Wohnlandschaft beeindruckt mit einem ansprechenden Dekor sowie mit Polster- und Teppichstoffen, die optimal auf die Möbel abgestimmt sind. Die Küchenarbeitsfläche mit integrierter Edelstahlspüle und Einhebelmischbatterie sowie der Dreiflammkocher sind aus Mineralstoff geformt, der 177 Liter große Kühlschrank kann optional als Kompressorgerät bestellt werden. Im Küchenblock bieten ein zweiteiliger Apothekerauszug und geräumige Schubladen reichlich Stauraum für Töpfe, Teller und Vorräte.

Das Bad bietet ein komfortables Platzangebot. Mit der durchdachten Türkonstruktion, lässt sich der Sanitärbereich in ein Raumbad verwandelt. Die abtrennbare Dusche und die serienmäßige Keramiktoilette werden von einem speziellen Pumpen- und Leitungssystem versorgt, es herrscht ein nahezu heimischer Wasserdruck in den Schläuchen. Mit den Türen zum Wohn- und Schlafraum lässt sich das Bad in ein separates Ankleidezimmer verwandeln.

Im Schlafzimmer geht es nicht minder großzügig zu. Selbst das Querdoppelbett im Credo 740 HI hat eine Fläche von 200 mal 150 Zentimetern, die Einzelbetten im 790 LI sind jeweils 200 mal 100 Zentimeter groß. Geschlafen wird auf einer Kombination aus Lattenrost und Evopore-HRC-Komfortschaummatratze mit Water-Gel-Kern. Bei Bedarf taugt die Kuschelwiese auch als Heimkino: ein 24 Zoll großes Smart-TV Gerät und ein Akustik-Paket mit Vierkanal-Verstärker sorgen für scharfe Bilder und den guten Ton.

Die neuen Luxus-Mobile aus Aschbach kosten 179.000 und 189.900 Euro, wobei diese Angaben die Basispreise betreffen. Wer bei Technik, Design und Komfort weiter individualisieren will, darf gerne noch etwa die Hälfte drauflegen. (Michael Kirchberger, cen)


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Concorde Credo.

Concorde Credo.

Foto: Autoren-Union Mobilität/Concorde


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