Renault zielt mit dem Boreal auf die internationalen Märkte

Renault denkt international und bringt mit dem SUV Boreal ein viertes, speziell für Überseemärkte entwickeltes Modell auf den Markt. Mit rund 700.000 außerhalb der EU abgesetzten Fahrzeugen ist der Konzern nach eigenen Angaben die weltweit meistverkaufte französische Automarke, und diese Stellung soll der jetzt in Paris erstmals gezeigte Boreal stärken. Insgesamt erreicht der globale Absatz einen Anteil von 40 Prozent.

Um diese Stellung zu halten, wird Renault insgesamt drei Milliarden Euro investieren und in den nächsten Jahren acht Modelle auf diese Märkte entwickeln. Nach dem Kardian, Duster und Grand Koleos soll nun auch der neue Boreal als viertes Modell dort angeboten werden, wo SUV im C-Segment noch eine Nebenrolle spielen. Es herrscht also Halbzeit bei Renaults globaler Expansion.

Produziert wird das Fahrzeug im brasilianischen Werk in Curitiba und in Bursa in der Türkei. Während das brasilianische Werk für 17 lateinamerikanische Märkte verantwortlich ist, werden die in der türkischen Fabrik hergestellten Boreal auf 54 Märkten in Osteuropa, dem Nahen Osten und der Mittelmeerregion abgesetzt. Für den komplizierten, aber vielversprechenden indischen Markt bereitet die Konzernleitung eigene Pläne vor, die gegen Ende des Jahres veröffentlicht werden. Dort werden, so viel ist schon bekannt, zwei SUV-Modelle an den Start gehen. Dabei verfolgt, so Renault-Markenchef Fabrice Cambolive, der Konzern das Ziel auf diesen Märkten „unseren durchschnittlichen Umsatz pro Fahrzeug zu verdoppeln“. Der internationale Anteil soll aber, so Cambolive, „so weit wie möglich zwischen Europa und dem Rest der Welt ausgeglichen bleiben, also bei 40 bis 50 Prozent“. Einen Eintritt in den nordamerikanischen Markt schließt der Renault-Chef aus.

Der Boreal nutzt eine neue modulare Plattform, die mit dem Kardian eingeführt wurde. Das Ergebnis ist ein 4,56 Meter langes SUV mit einem Radstand von 2,70 Metern, was sich in einen großzügig gestalteten Innenraum übersetzt. Als Antrieb wählten die Renault-Entwickler für den Marktstart einen 1,3-Liter-TCe-Turbomotor mit Start-Stopp-System und Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, der je nach Markt als Benziner oder – vor allem in Brasilien – auch für den Einsatz von Ethanol geeignet ist. Die Leistung von bis zu 163 PS wird auf die Vorderräder übertragen. Eine Allradversion ist noch nicht geplant, und auch eine Siebensitzer-Variante gehört nicht zu den zukünftigen Versionen.

Als erstes Modell für die außereuropäischen Märkte ist der Boreal mit integrierten Google-Diensten ausgestattet, und außerdem lässt sich das Open-R-Link Infotainmentsystem Over the Air aktualisieren. Bis zu 24 Fahrassistenten sind mit an Bord, unter anderem ein Notbremsassistent, Toter-Winkel-Warner und ein Spurhalteassistent, der auch entgegenkommende Fahrzeuge erkennt.

Neben den vier Fahreinstellungen Eco, Sport, Comfort und My Sense steht die fünfte Einstellung Smart bereit, die anhand intelligenter Algorithmen die Einstellungen an die aktuelle Fahrsituation anpasst. Das Design entspricht der internationalen Formensprache für diese Fahrzeuggattung und hebt sich bewusst nicht von den Mitbewerbern ab. Im Innenraum kommen robuste, aber sauber verarbeitete Materialien zum Einsatz, und das Cockpit mit zwei Bildschirmen übernimmt Elemente des Renault 5 E-Tech. Die Mittelkonsole ist, keine schlechte Idee für Märkte mit heißem Klima, gekühlt, und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik bringt gemäßigte Temperaturen in den Innenraum. (aum)


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Renault Boreal.

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Photo: Renault via Autoren-Union Mobilität


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